BUND Lippe bittet Bürger um Beteiligung an einem Aufruf in Sachen multiresistente Keime 
Angesichts der zunehmenden Probleme mit antibiotikaresistenten Keimen bittet der BUND Kreisverband Lippe die Bürger sich an einem Aufruf an den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zu beteiligen. Einmal mehr zeigt eine im Auftrag des BUND vorgenommene Untersuchung, dass sich beim Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung nicht wirklich etwas verändert. Auf 88 Prozent der bei Discountern gekauften Putenfleisch-Proben hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) antibiotikaresistente Keime gefunden. Im UNI-Klinikum in Kiel musste im Januar sogar wegen der Ausbreitung von Keimen Teile der Intensivstation geschlossen werden. Für immer mehr Menschen birgt ein Krankenhausaufenthalt ein zusätzliches Risiko weil sie selbst bereits mit resistenten Keimen belastet sind oder Keime über Krankenhauspersonal und Besucher eingeschleppt werden. 
 
Der BUND Lippe hatte zur Problematik der Keimverbreitung bei der Verbraucherzentrale in Hamburg nachgefragt ob die bisherigen Ratschläge der Verbraucherberatung angesichts der aktuellen Untersuchung nicht verbessert werden müssten, da Fleisch in Supermarkttheken oftmals direkt neben Wurst und Käse gelagert werden. Die Verbraucherzentrale hat daraufhin ihre Aussagen ergänzt. Sie fordert nun
 
  • Hygiene-Schulungen für Verkaufspersonal im Einzelhandel und in der Gastronomie, unter besonderer Berücksichtigung von den aktuellen Untersuchungserbebnissen zu multiresistenten Keimen.
  • Verbindlich festgelegte Vorgaben zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung.


Bei den Ratschlägen zum Einkauf heißt es nun
 
  • Getrennte Lagerung von rohem Geflügelfleisch und anderen Lebensmitteln.
  • Auch in der Bedienungstheke im Supermarkt muss es einen abgerenzten Bereich geben (z.B. durch eine Glasscheibe) und es müssen separate Geräte wie Gabeln, Messer oder Schneideunterlagen verwendet werden, damit Keime vom Putenfleisch nicht auf Wurst oder Käse übertragen werden können. Kaufen Sie nicht in Geschäften, wo diese Hygieneregeln nicht eingehalten werden.
 
Nach Auffassung des BUND Lippe muss allerdings der Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung massiv reduziert werden, damit sich die multiresistenen Keime nicht weiter ausbreiten.
Bürger, die den Aufruf unterstützen möchten finden die entsprechenden Angaben und weitere Informationen zum Thema auf den Internetseite des BUND Lippe unter http://www.bund-lippe.de/html/aktuelles.html

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Dies ist ein hierwech Gastbeitrag.


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