BUND Lemgo – Geschichte zum Kaiser Wilhelm Apfel entdeckt

Foto: BUND Lemgo
Foto: BUND Lemgo

Der Kaiser Wilhelm Apfel galt ehemals zu den weit verbreitesten Apfelsorten in Deutschland. Er ist laut Literatur um 1800 im Gutsgarten des Hauses Bürgel in Witzhelden, Kreis Solingen ent­stan­den. 1864 wurde er vom Lehrer Carl Hes­sel­mann aufgefunden, der ihm den Namen Kaiser Wilhelm gab, was wohl mit zu seiner schnellen Verbreitung sorgte. Da wollten viele Bürger halt einen Kaiser Wilhelm in ihrem Garten stehen haben. Willi Hennebrüder vom BUND Lemgo hat nun durch Zufall ein Buch von Carl Hesselmann „Leitfaden“ der Obstkultur“ aus dem Jahre 1880 gekauft in dessen Anhang Carl Hesselmann ein Lied zum Kaiser-Wilhelm-Apfel angefügt hat. Was bisher noch kaum bekannt ist, dass Carl Hesselmann Kontakt zum Kaiser Wilhelm aufgenommen hatte. In seinem Lied hat er dies mit aufgenommen.

„Ich nannte Kaiser Wilhelm dich. Darob der Kaiser freute sich. Er schrieb mir väterlich und hold, dass ich dich zu ihm senden sollt!“ Anscheinend wurde dann im Schlosspark Babelsberg in Potsdam tatsächlich ein Baum angepflanzt, was ebenso im Liedtext ausgeführt wird: „Du sollst zu Babelsberg im Park, nun wachsen; werde groß und stark!“

Carl Hesselmann hat in seinem Lied auch noch etwas zum Baumwachstum mit aufgenommen: „Du streckst mit Macht die Äst von dir, ein Bild der Kraft dies zeiget mir.“ Dass der Kaiser Wilhelm Apfel sehr in die Breite geht, lässt sich in der Streuobstwiese des BUND Lemgo wunderbar beobachten. Dort stehen 4 Bäume der Sorte, die Jahr für Jahr herrliche Früchte tragen, die sogar von Apfelallergikern problemlos vertragen werden.

Foto: BUND Lemgo - Scan Liedtext


Über den Autor Gast Autor
Dies ist ein hierwech Gastbeitrag.
Verfasser dieses Beitrags: Willi Hennebrüder, BUND Lippe


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