Detmolder Westen: OVG erklärt Bebauungsplan „Balbrede“ für unwirksam

Detmold 9.04.2018 Die Bürgerinnen und Bürger haben sich über lange Zeit für den Naturschutz und  damit gegen weitere Gewerbegebiete in der Region engagiert: Unterschriftenlisten beim Bürgermeister eingereicht, eine Petition im Internet geschaltet, mit den Detmolder Westdörfern (Nienhagen, Heiden, Niewald, Oettern-Bremke) vernetzt, das „Aktionsbündnis: Schützt Menschen und Tiere im Detmolder Westen“  gegründet, Pressemeldungen und Leserbriefe verfasst, die Stadträte, Umweltschutzämter, Naturschutzverbände, die Landesregierung,  ja sogar den damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck angeschrieben. 2015 einen Bürgerpark auf den geplanten Gewerbefläche „Balbrede“ und „Peterskamp“ beantragt, da die Region fast nur noch aus Gewerbegebeiten besteht. Die letzten freien Ackerflächen in Jerxen-Orbke sollen vor der Versiegelung bewahrt werden. Der Detmolder Stadtrat lehnte die Park-Idee ab, mit der Begründung, dass vor 25 Jahren ein Rahmenplan (mit Grüngürtel zw. Lagescherstr. und Oetternbach, einem Park und/oder einer Landesgartenschau) für den Ortsteil Jerxen-Orbke erarbeitet werden sollte. Das kam nicht zustande, da die Fördermittel dafür zweimal nicht bewilligt wurden, argumentierte die Stadt Detmold. Nun, die Zeiten haben sich vielleicht geändert ….
Widerstand, schon vor 25 Jahren! Dieser Widerstand ist neu entfacht. Die Bevölkerung sagt: „Wir lassen uns unseren Lebensraum nicht kaputt machen, zumal die Bevölkerung in der Region wächst.“ Die Menschen brauchen Platz zur Naherholung in der Natur und die Natur braucht Schutz. Die Wiesen und Ackerflächen sollen erhalten bleiben, weil die Menschen gesunde Lebensmittel brauchen und haben wollen. Dafür benötigen die Landwirte dringend Anbauflächen. Die derzeitigen Pächter der oben genannten Flurstücke gehen sorgsam mit dem Boden um, das zeigt die noch vorhandenen Artenvielfalt auf den Ackerflächen und im Naturschutzgebiet Oetternbach. Die oft gescholtenen Landwirte machen hier nichts kaputt. Ganz im Gegenteil sie schützten, pflegen und hegen den Ackerboden zum Wohle aller, von Menschen und Tieren. Feldlerchen, Goldammer, Rotmilane, Steinkauz, hier gibt es sie noch. Das soll so bleiben, dafür kämpfen die Anwohner. Einige zogen deshalb vor Gericht.
Am 19. März 2018 erhielten sie vom Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster im angestrengten Normenkontrollverfahren Recht. Weder Lärm-, Artenschutz noch die gesetzlich vorgeschriebenen Formalien wurden von der Stadt Detmold in ihren Gewerbegebietsplänen ausreichend berücksichtigt. „Keiner zieht gerne vor das Gericht, aber wenn alle oben genannten Maßnahmen nichts in den Köpfen der Verantwortlichen ändern, dann muss man sich sein Recht erstreiten. Das Urteil  ist ein wichtiger Etappensieg. Unsere Anstrengungen werden weitergehen, da trotz des Urteils die Mehrzahl der Detmolder Stadträte und der Bürgermeister an ihren Pläne festhalten wollen. „, sagt Helmut Krüger als Vorsitzender vom Aktionsbündnis (ah).
Werden auch Sie aktiv, zum Schutz des NSG Oetternbach. Eine gesunde Umwelt, für die nachfolgenden Generationen, ist der Dank!

Informationen, die Petition zum Unterschreiben und eine Spendenaktion finden Sie auf: http://www.oetternbach.de


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Dies ist ein hierwech Gastbeitrag.


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