Geplanter Neubau der B 239 im Bereich des Umweltzentrums Heerser Mühle

 

Spätestens seit der Vorstellung der Neubauplanung am 7.3.2017 durch die Vertreter von Straßen NRW im Rathaus von Bad Salzuflen im Rahmen der so genannten „frühen Öffentlichkeitsbeteiligung“ ist klar, das der Umwelt-, Natur-, und Klimaschutz bei dieser Neubauplanung nahezu keine Rolle spielt und auch die Interessen der Bevölkerung vor Ort kaum berücksichtigt werden.

Und um es an dieser Stelle deutlich zu sagen:

Wir sind dafür!Wir sind dafür, die Planungen für den Neubau jetzt zu stoppen.

Und alles, aber auch wirklich alles spricht dafür:

  • Naturschutz, Umweltschutz, Klimaschutz
  • Lärmschutz & Schutz vor zusätzlicher Luftverschmutzung (Kurstadt!)
  • die EU-Wasserrahmenrichtlinie mit dem Verschlechterungsverbot
  • der Grundwasserschutz
  • die Verkehrsprognosen
  • die anliegenden Landwirtschafts- und Wirtschaftsbetriebe und damit Arbeitsplätze
  • die Interessen vieler Bürger hier vor Ort (nur ein Stichwort: Abbindung der Ortsteile)
  • und der sinnvolle und verantwortungsvolle Umgang mit Steuermitteln.

Den Verkehr, für den hier so großzügig geplant wird, wird es so spätestens in 20 Jahren nicht mehr geben. In Sachen Verkehr muss und wird sich grundlegend etwas ändern und eine vorausschauende Verkehrplanung, die ihren Namen auch verdient, muss das jetzt schon berücksichtigen.

Wir müssen es endlich schaffen, den dramatischen Erkenntnissen in Sachen Natur, Umwelt und Klima auch Taten folgen zu lassen. Dazu gehört der Verzicht auf einen Neubau der Strasse durch die letzten unbebauten wertvollen Naturräume.

Und man kann jetzt schon davon ausgehen das, falls der Abschnitt im Bereich des Umweltzentrums wider Erwarten doch irgendwann gebaut werden sollte, die B 239n dann über viele  Jahre, vielleicht sogar für immer, im Ostwestfalenstraßennirvana enden wird. Denn ein Weiterbau im Bereich Holzhausen wird es allein aus Naturschutzgründen und der EU Wasserrahmenrichtlinie nicht geben. Der Preis, den wir für diesen Neubau bezahlen, ist definitiv viel zu hoch, nicht nur die immensen Kosten für die Planung und den Bau. Allein die veranschlagten Kosten für den 1. Abschnitt von der A 2 bis zum Werler Krug von 16 Millionen Euro sind unfassbar. Was würden die weiteren Abschnitte kosten? Am Ende wird der wenige Kilometer lange Neubau locker bei über 100 Millionen Euro liegen, der absolute Wahnsinn.

Und wie in der Sitzung am 7.3.2017 versprochen wird unser Widerstand kreativ, bunt und erfolgreich sein.

Wie sagte schon Hermann Hesse: „wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen“. Es werden in diesem Fall sehr viele sein, die schwimmen gehen.

Ulrich Kaminsky, Geschäftsführer Umweltzentrum Heerser Mühle


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