Öko-Strom fördern

Die Lippische Landeskirche und die Stadtwerke Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen haben im November 2011 eine neue Vereinbarung zur Förderung von ökologisch erzeugtem Strom in Lippe unterzeichnet.

Seit dem Jahr 2000 arbeiten die Lippische Landeskirche und die Stadtwerke im Bereich Öko-Strom zusammen. Mit der neuen Vereinbarung soll der Absatz weiterhin gefördert und der Ausbau von regenerativen Anlagen unterstützt werden.Insbesondere seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima steigt das Interesse an Strom aus regenerativen Quellen und an der Abkehr von Atom-Strom.
Kunden des Angebots Öko-Strom-Regio Lippe zahlen einen Aufschlag von 1 Cent pro kWh. Dieser Aufschlag fließt in den Öko-Strom-Pool, aus dem umweltfreundliche Energieprojekte bezahlt werden. Auf diese Weise sind in der Vergangenheit die Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern des Landeskirchenamtes, einer Kindertagesstätte, der Jugendherberge Detmold und der Stadtwerke Bad Salzuflen sowie das Blockkraftheizwerk der Grundschule Diestelbruch finanziert worden. Derzeit umfasst der Öko-Strom-Pool 180.000 Euro, die in weitere Anlagen investiert werden können. So wird im Frühjahr 2012 mit 50.000 Euro ein mobiles Blockheizkraftwerk für das Freibad Berlebeck und die Grundschule Heiligenkirchen gefördert. Denkbar sind in naher Zukunft auch eine Förderung von Windenergieanlagen – soweit die rechtlichen Rahmenbedingungen vorliegen.

Das Produkt Öko-Strom-Regio Lippe wird zu 100 % aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt und ist vom TÜV Nord zertifiziert.
Die Lippische Landeskirche setzt mit diesem Konzept einen wesentlichen Bestandteil ihrer Bestrebungen zur Bewahrung der Schöpfung in der Region Lippe um. Die Energiedienstleiter nehmen sich des ökologischen Konzeptes an und unterstützen dieses technisch und wirtschaftlich.


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4 Gedanken zu „Öko-Strom fördern“

  1. Ein Überblick zu regionalem Ökostrom ist eine Artikelidee, ansonsten vermischt sich allg. Öko und Regiona und ich sehe das Ziel der Plattform in erster Linie Regional

  2. Thema: Ökostrom relativieren
    die WÄRME macht ca. 60% unseres Energiebdarfs aus (33 % Raumwärme, 5% Warmwasser, Prozesswärme 21 %)
    dann kommt der VERKEHR mit ca. 23 %.
    Der Stromsektor ist mit ca. 16 % recht bescheiden.
    Derzeit haben wir beim Strom ungefähr 25 % EE – bei der Wärme 10 % und beim Verkehr 5 %
    Die Frage bleibt: Warum reden alle vom Strom %

  3. Ich sehe grundsätzlich zwei Wege, im Bereich Raumwärme, der sicherlich noch wichtiger als der Strombereich ist, voranzukommen. Der eine ist der der Verringerung des Energiebedarfs durch bessere Dämmung und weniger überhöhte Temperaturen. Für mich stellt sich die Frage, wie wir dafür lokale Initiativen starten können, die Bewegung bringen. Unsere Bemühungen in Bad Salzuflen mit der Handwerkerschaft sind leider fehlgeschlagen.
    Der zweite Weg ist für mich die Gaserzeugung durch überschüssigen regenerativ erzeugten Strom. Schon jetzt werden Windräder abgeschaltet, wenn Strom im Überfluss vorhanden ist. Ein weiterer Ausbau erhöht die völlig unsinnigen Stilllegungszeiten. Eine Erzeugung von Wasserstoff, den das Gasnetz bis zu einer Konzentration von 10% aufnehmen kann, ist für mich der vorgezeichnete Weg. Die erzeugten Gase sind für Wärme, Kraftstoff für den Verkehr und zur Stromerzeugung in Bedarfszeiten zu nutzen.

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