Rund 80 Teilnehmer aus Lippe nahmen an der Demonstration gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft in Berlin teil

2015 Berlin-Demo

Dem Aufruf des lippischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland mit nach Berlin zur Demonstration gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft zu fahren haben sich rund 80 Teilnehmer angeschlossen, darunter viele Jugendliche. Für sie war es kein Problem schon morgens um 4 Uhr aufzustehen und sich mit Bus und Bahn auf den Weg zu machen. Sie gehörten zu mehreren 10.000 Demonstranten, die anlässlicher der Grünen Woche in Berlin für ein Umdenken in der Landwirtschaft demonstrierten. Schon längst geht es bei der Demonstration nicht nur um Tierschutz. Das Risiko, dass durch das geplante Freihandelsabkommen TTIP mit den USA die Umweltstandards in Europa wieder abgesenkt werden und GEN-Produkte freien Zugang zum Markt erhalten war ein weiteres Thema. Auch die große Sorge, dass sich durch den jährlichen Einsatz von rund 1.700 t Antibiotika in der Massentierhaltung immer mehr multiresistente Keime verbreiten motivierte die Teilnehmer aus Lippe mit nach Berlin zu fahren. Hier hatte das Wochenmagazin Zeit jüngst berichtet, dass in unseren Krankenhäusern inzwischen jährlich geschätzte 7.500 bis 15.000 Menschen sterben weil sie sich mit Keimen infizieren und Antibiotika bei ihnen nicht mehr wirkt. Im Straßenverkehr sterben dagegen weniger als 3.500 Menschen jährlich.

Teilnehmer und BUND Lippe hoffen, dass der Protest endlich von der Politik wahr genommen wird. Sie befürchten aber, dass sich da wegen der Lobbyarbeit der Landwirtschaft wenig tut und Verbraucher sich nicht wirklich dafür interessieren, woher ihr Fleisch kommt, hauptsächlich billig muss es sein. Daher wird der BUND Lippe auch im kommenden Jahr wieder nach Berlin fahren, möglichst mit noch mehr Teilnehmern.

 

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Dies ist ein hierwech Gastbeitrag.


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