Stadtradeln – durchaus eine Möglichkeit Nachhaltigkeit attraktiver zu machen

fahrradtour_schlossgut_wendlinghausenZwei lippische Kommunen, Leopoldshöhe und Lemgo, haben sich in diesem Jahr bisher am Stadtradeln beteiligt. Beide mit durchaus akzeptablen Erfolg: mehr als 3km pro Einwohner wurden eingetragen. Das ist ein erster Schritt, der natürlich noch deutlich steigerungsfähig ist.
Wenn wir CO2 einsparen wollen, kommen wir um den Verkehrsbereich nicht herum. Das Radfahren hat eine hohe Attraktivität, die durch die Erfindung des E-Bikes noch einmal deutlich gesteigert wurde. Wenn es gelingt, in den Köpfen vieler Menschen festzusetzen, dass Radfahren „cool“ ist, könnte es auch in unserem nicht großstädtischen Bereich gelingen, den Radfahreranteil beträchtlich zu steigern und somit die PKW zurückzudrängen. In Münster ist der Radanteil im Bereich von 3-5 km bereits auf über 50% gestiegen!
Das Fahrrad ist bisher bei uns -vom Schülerverkehr abgesehen- fast ausschließlich im Freizeitbereich verankert. Hier muss ein Umdenken stattfinden: Auch für den Berufs- und Einkaufsverkehr ist das Fahrrad in vielen Fällen sehr geeignet. Kombiniert mit dem öffentlichen Verkehr erhöhen sich die Einsatzmöglichkeiten noch deutlich.
Bei Stadtradeln werden in diesem Jahr noch zwei weitere lippische Städte antreten: Bad Salzuflen und Detmold. Bei ihren letzten Auftritten hielt sich das Ergebnis in Grenzen: Detmold schaffte nicht einmal 2km pro Einwoner, Salzuflen gar deutlich weniger als 1km.
Nur wenn Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen, Vereine und Betriebe Engagement zeigen, wird sich das ändern.
Mein Aufruf: Tretet den Leuten auf die Füße, dass sie teilnehmen.
Viele Radler(innen)bewirken weniger Autoverkehr, höhere Fitness und politische Veränderungen, die ihre Auswirkungen in der weitern Förderung des Radverkehrs haben sollte, wie Radwegebau, Fahrradspuren, Vorfahrtsregelungen, Sicherheitsaspekte und und und.


Jobst Flörkemeier
Über den Autor Jobst Flörkemeier
Ich bin ein parteipolitisch unabhängiger Mensch, der das Motto "Global denken, lokal handeln" für sehr hilfreich hält. Ich bin der Überzeugung, dass wir nur durch einen Lebensstil, der attraktiv und gleichzeitig zukunftsfähig ist, eine Welt schaffen können, die für alle Menschen lebenswert ist.


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